Hotlap im Starkregen und Sieg!
1. August 2026, Lausitzring, Klasse Club NA: Amir qualifiziert sich als Dritter fürs Superlap Final und gewinnt es im strömenden Regen als Einziger ohne Regenreifen. Eine Runde, 2:02,237 und die Strategie, einfach nichts kaputt zu machen.
Freitag: 33 Tausendstel
Jeder Fahrer muss mindestens eine Trainingsrunde fahren, damit er am Qualifying teilnehmen kann. Hier zeigte Amir erste Anzeichen seiner Pace. 1:45,427 im Honda S2000, Startnummer 136, Klasse Club NA. 33 Tausendstel hinter Dominik Wolk im Subaru BRZ. Platz zwei in einer Session, bei der die Mitstreiter noch pokern könnten.

Samstagmorgen: Platz 3 und die Eintrittskarte
Über Nacht wurde die Strecke schneller. Und Amir mit ihr. 1:40,722 im Qualifying, fast fünf Sekunden besser als am Vortag, Platz 3 von 14 Fahrern. Nur Thomas Herzig (1:38,984) und Kilian Vögl (1:39,879) standen davor.
Platz 3 bedeutet bei den German Time Attack Masters genau eine Sache: Die besten fünf aus dem Qualifying kommen ins Superlap Final. Amir ist also weiter.

Eine Runde, kein zweiter Versuch
Das GTAM-Finale ist ein Hotlap Zeitrennen. Drei Runden werden gefahren: Eine Einführungsrunde, eine Hotlap, eine Auslaufrunde. Kein Windschatten, kein Zweikampf, keine Wiederholung. Nur Fahrer, Auto und die Uhr.
Doch auch hier gibt es eine Unbekannte: Das Wetter. Innerhalb kürzester Zeit war die Strecke in einem Zustand, in dem schon die ein oder andere Rennserie abgebrochen werden könnte. Für viele war auch die Entscheidung eindeutig, dass der Regenreifen her muss. Amir vertraute seinen Semi-Slicks.
Was dann passierte, beschreibt er selbst am nüchternsten: „Ich bin wirklich nur sauber und langsam gefahren. Das hat sich wohl ausgezahlt.“
2:02,237. Die schnellste Zeit auf der Tafel.
Was die Tafel zeigte
Dominik Wolk, 0,866 zurück. Kilian Vögl, 2,479. Noel Muschik, 3,783. Bis Platz 10 nur 14 Sekunden.
„Auch die anderen Fahrer sind geschockt.“
Sieg in der Klasse Club NA. Der erste Sieg für Streiter Motorsport auf echtem Asphal. Gefahren nicht mit dem größten Risiko, sondern mit dem kleinsten.

Ein Jahr zuvor stand in der ersten GTAM-Geschichte dieses Teams: Es geht nicht darum, die anderen zu schlagen, sondern die eigene Zeit. Am 1. August 2026 war beides egal. Es ging nur darum, das Auto auf der Strecke zu halten. Und das konnte an diesem Nachmittag niemand besser als Amir Civic.


-C_0w_oab.jpg)
